1. Semester

Das erste Kurssemester thematisiert Kommunikationund die Entwicklung und Entwicklungstendenzen der deutschen Spracheund nutzt als Gegenstände sowohl literarische als auch pragmatische Texte. Die Texte werden in Unterricht analysiert und dienen somit als Stützpunkte für das Thema, welches bearbeitet wird. Zusätzlich befasst man sich mit dem materialgestützten Schreiben, da dieses auch ein wichtiger Aufgabenbereich für das Abitur ist und häufig als Prüfungsaufgabe ausgewählt wird.[1]

Der thematische Schwerpunkt wird für jedes Schuljahr gesondert festgelegt. (siehe Abitur)

Alle Lernfilme rund um das Thema Kommunikation findest du hier:

https://www.br.de/mediathek/video/deutsch-kommunikation-und-kommunikationsmodelle-av:5a5e0eed09fc3b001864ffd5

Eine Schülerin gibt einen Überblick über das Kommunikationssemester:

KOMMUNIKATION

Das erste Thema wird zunächst durch die Fragestellung ,,Was ist Kommunikation?‘‘ eingeführt und es werden Ideen gesammelt. Nachdem man sich ausführlich mit der Bedeutung des Begriffes auseinandergesetzt hat, werden die verschiedenen Kommunikationsmodelle mit einbezogen, analysiert und an verschiedenen Beispielen wie Textauszügen oder Dialogen angewendet.

Beispiele für die Modelle aus dem Unterricht:

  1. Organon-Modell von Karl Bühler

Im Mittelpunkt dieses Modells steht das akustische Zeichen. Zudem lernt man die drei Komponenten des Modells kennen: Ausdruck, Darstellung und Appell.

  1. Die fünf Axiome menschlicher Kommunikation von Paul Watzlawick

Bei diesem Modell werden die fünf Grundregeln (pragmatische Axiome) vorgestellt, welche sich mit der menschlichen Kommunikation auseinandersetzen.

  1. Das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun

Das Kommunikationsquadrat leitet die vier Ebenen der Kommunikation ein und lehrt, dass die Nachricht von einem Sender zum Empfänger  auf vierfache Weise wirksam sein kann. Nachrichten können als Sachinformation, Selbstkundgabe, Beziehungshinweis oder Appell verstanden werden.

ENTWICKLUNG UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN DER DEUTSCHEN SPRACHE

Das zweite Thema vom ersten Kurssemester beschäftigt sich mit der Entwicklung der deutschen Sprache. Dafür werden im Unterricht verschiedene Texte gelesen. Diese dienen im späteren Unterrichtsverlauf als Grundlage für textgebundene Erörterungen oder Pro-und-Kontra-Listen.

Durch den Gebrauch von unterschiedlichen Texten im Unterricht werden bei diesem Thema (zum Beispiel Jugendsprache) Unterthemen angesprochen, welche die verschiedenen Aspekte des Themas, zum Beispiel Kiezdeutsch, beleuchten.

Unterthemen von den Texten aus dem Unterricht:laptop-3420932_1920

  • Kommunikationsformen in digitalen Medien
  • Verfall der deutschen Sprache durch Internet und Medien
  • Kiezdeutsch

ANALYSE PRAGMATISCHER TEXTE (Sachtextanalyse)

Der domänespezifische Kompetenzerwerb in diesem Themenbereich dient als Grundlage für Sachtextanalysen. Diese ist Gegenstand der Klausur des ersten Kurssemesters.

MATERIALGESTÜTZTES SCHREIBEN

Das zweite Aufgabenformat des ersten Kurssemesters ist das materialgestützte Schreiben. Zu Beginn wird geklärt, was dies bedeutet und man lernt die grundsätzliche Struktur einer solchen Arbeit kennen.

Beim materialgestützten Schreiben wird mit mehreren Materialen gearbeitet, welche einem als Informationsquelle und Material dienen. Ziel ist es, die Materialen nach Relevanz filtern zu können und zu lernen, diese korrekt zum Erstellen des geforderten Textes (zum Beispiel einen Lexikonartikel) einzusetzen. Hierbei sollte man wissen, dass es sich um Materialen aller Art handelt und auch Diagramme sowie Bilder gegeben sein können. Im Abitur wird in der Regel das materialgestützte Schreiben argumentierender Texte gefordert, z. B. das Verfassen eines Kommentars für ein Schülersymposium zu einem bestimmten Thema.

Themen und Techniken, die mir Spaß gemacht haben

Mir persönlich hat das Thema Kommunikation und die Einführung zu den verschiedenen Kommunikationsmodellen sowie die Anwendung dieser besonders gefallen. Durch die verschiedenen Modelle (z.B. das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun oder das Organon-Modell von Karl Bühler) konnte ich neue Aspekte der Kommunikation kennenlernen.

Das gewonnene Wissen hat mir ermöglicht, die zu bearbeitenden Texte und Dialoge aus dem Unterricht genauer zu analysieren. Durch die Arbeit mit den Kommunikationsmodellen kann ich die Kommunikation zwischen Menschen (z.B. in Dialogen) besser verstehen.

 

Melis-Irem Aygün (Schülerin im zweiten Kurssemester), 19. Mai 2018

Der Text wurde redaktionell geprüft und zur besseren Verständlichkeit bearbeitet.

[1]Vgl. URL: https://www.berlin.de/sen/bildung/unterricht/faecher-rahmenlehrplaene/rahmenlehrplaene/ (Stand der Abfrage: 21.05.18)

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