Wissenschaftlich schreiben

Eine Schülerin der Oberstufe am Gymnasium nahm am Wissenschaftskurs teil, berichtet über das Schreiben eines wissenschaftliches Textes und sagt, worauf es dabei ankommt:

Mein Beruf & Studium-Grundkurs (Modul: Wissenschaftspropädeutik) befindet sich gerade in der zweiten Qualifikationsphase, was bedeutet, dass wir voraussichtlich im nächsten Jahr 2019 unsere Allgemeine Hochschulreife (Abitur) erlangen werden. Für viele geht es anschließend auf die Universitäten, weshalb uns unsere Lehrerinnen und Lehrer jetzt schon auf das Studium vorbereiten. Zum Studium gehören nicht nur Vorlesungen und Seminare, sondern weitere Formen wissenschaftlichen Arbeitens, wie beispielsweise das Schreiben von Hausarbeiten oder wissenschaftlichen Texten. Aus diesem Grund haben wir im Unterricht dieses Thema ausführlich besprochen und unsere eigenen wissenschaftlichen Texte verfasst.

Doch was ist das überhaupt und wie schreibt man solch einen Text?

Wissenschaftliche Texte sind nicht mit journalistischen Artikeln oder Essays zu vergleichen. Sie sind das Ergebnis fachspezifischer Forschungen, weshalb niedergeschriebene freie Gedanken außen vor stehen. Stattdessen basiert das Schreiben auf wissenschaftlichen Methoden[1].

Das Wissen zu unseren individuell gewählten Themen und Problemfragen haben wir uns aus dem Internet angeeignet, wofür im Kurs mehrere Wochen Zeit zur Verfügung standen. Zwar dauert eine Internet-Recherche meist nicht lange, doch das Finden von seriösen und vertraulichen Quellen fiel den meisten Schülerinnen und Schülern schwer. Da Literaturverweise erst einen wissenschaftlichen Text ausmachen, lag der Schwerpunkt dieses Mal auf der Quellenfindung. Auf diese Weise haben wir viel Erfahrung gesammelt, hinsichtlich der PC-Kenntnisse und dem Filtern der Informationen aus den Quellen. Doch dabei muss man die Leitfrage stets im Auge behalten, um nicht vom Thema abzuweichen oder wie unsere Lehrer gern sagen: „Es muss ein roter Faden zu erkennen sein.“

Des Weiteren spielt die Motivation eine große Rolle: Im Feedback gab ein Teil des Kurses an, sie würden beim nächsten Mal zielstrebiger und fokussierter arbeiten. Gerade solche Übungen sollten ernst genommen werden, da wissenschaftliche Texte an bestimmte Gruppen wie Fachleute adressiert und im Studium von großer Bedeutung sind.

Da die Themen nach Interesse gewählt werden, fiel es uns nicht leicht, sachlich zu bleiben. Erst im Fazit ist ein begründetes Urteil zur Beantwortung der Leitfrage unter Einbeziehung meist subjektiver Ansichten möglich. Zuvor arbeitet man sich quasi mit seinen Recherche-Informationen (im Hauptteil) an das Fazit heran, wodurch sich eine gelungene sachlich fundierte Begründung der eigenen Meinung ergibt.

Abgesehen von der Bearbeitung der Information ist das Wichtigste, ein geeignetes Thema zu finden, da eine gewisse Seriosität im Text vorhanden sein muss. Viele Schüler haben ohne große Überlegungen ein Thema gewählt, was eher subjektiv betrachtet werden kann und zudem es kaum Untersuchungen gibt. Das Finden von vertraulichen Quellen ist somit viel schwieriger und bedeutet mehr Arbeit. Ein Beispiel für ein subjektives Thema wäre: Das Glücksempfinden des Menschen in problematischen Lebenssituationen.

Abschließend kann ich von mir sagen, dass die letzten Wochen im Kurs für mich von großer Bedeutung waren, da ich viele Erfahrungen für die Studienzeit sammeln durfte, die mir zukünftig von Vorteil sein werden. Genau aus diesem Grund habe ich zu Beginn des Schuljahres diesen Kurs gewählt und fühle mich immer mehr dem Studentenleben gewachsen. Außerdem war diese Art von Aufgaben zwischen dem immer gleichen Schulalltag eine Abwechslung.

K. Kocas (Schülerin im zweiten Kurssemester), 1. Juni 2018

Der Text wurde redaktionell geprüft und zur besseren Verständlichkeit bearbeitet.

[1] vgl. URL: http://www.univie.ac.at/ksa/elearning/cp/schreiben/schreiben-2.html (Stand: 30.05.2018)

 

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