Seelen schreiben

Ich sitze im Café und sehe diese alte Schreibmaschine, ein Relikt aus einer anderen Zeit. Sie erinnert mich daran, dass das Schreiben mehr ist als reines Tastenklimpern, mehr ist als das Rattern einer alten Maschine. Schreiben ist wie Atmen für die Seele, es ist wie Weinen ohne Tränen. Und ich sitze da im Café und schaue und spüre, dass diese alte Maschine auch eine Seele hat, die viele Jahre überdauerte wie das Papier, auf dem ich schreibe.

Wenn Wort für Wort aneinander liegt und Satz für Satz zum Text sich fügt, die Kommas sich setzen und Punkte nach dem Ende des Gedankens rufen – dann bin ich in einer anderen Welt, die viel von mir erzählt.

Es ist, als würde meine Seele mit mir sprechen.

Es ist, als würde ich das Schweigen brechen.

Und am Ende hab ich mich gefunden, nur für diesen Moment …

Und dann geht es weiter … im Satz … mit dem Leben und wir schreiben und schreiben und leben, suchen Erfahrungen, die uns Stoff zum Erzählen geben. Wir schreiben und schreiben und erzählen … wie die Welt ist oder wie wir sie sehen. Wir schreiben uns die Seele frei in ausgedachte Welten, wo wir für einen Moment lang verweilen. Wir lesen und schreiben und schreiben und lesen. Unsere Seele schwingt und der Text klingt. Wir dürfen wir sein, schreiben und lachen, komische Stoffe machen. Wir sind wir selbst und in unserer Welt.

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