Neues Lernen ist Veränderung – Veränderung ist Leben

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, sagt man. Aber die Gewohnheit ist nicht das, was uns lebendig hält. Denken wir nur einmal an die Partnerschaft, die uns stagnieren lässt, weil es bequem – zwar schon gar nicht mehr leidenschaftlich – aber eben bequem ist, mit diesem Partner bzw. dieser Partnerin zu leben. Nicht immer haben wir die Kraft für Veränderung und irgendwann wird daraus eine Komfortzone, die uns zum Stillstand bringt.

Was macht Veränderung mit uns? 

Veränderungen führen zunächst einmal dazu, dass wir umdenken müssen. Sind wir beispielsweise immer mit der Bahn zur Arbeit gefahren und wollen wir zukünftig auf dem Fahrrad etwas für unsere Gesundheit tun, so müssen wir erst einmal den neuen Weg lernen und uns an die neue Anstrengung gewöhnen. Aber irgendwann geht diese Veränderung in Fleisch und Blut über. Vier bis sechs Wochen soll es dauern, bis die neue Gewohnheit installiert ist, sagen Psychologen.

Aber Veränderungen – große wie kleine – können noch viel mehr. Sie wecken unsere Neugier und Vorfreude, sie lassen uns wie ein Kind die Welt neu entdecken und natürlich lernen. Wir wissen nicht, was kommt und wir wissen nicht, ob sich das, was kommt, gut anfühlen wird. Aber genau deshalb leben wir im Hier und Jetzt. Die Gegenwart ist viel zu spannend, um in die Vergangenheit oder Zukunft abzudriften. Aus diesem Grund ist Veränderung das Beste, was uns passieren kann, um lebendig zu bleiben. Veränderung macht das Leben lebenswert, weil wir etwas ERleben.

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Das kann ein Urlaub in ein unbekanntes Land sein, ein Abenteuertrip statt Pauschalurlaub. Es kann ein Umzug oder ein neuer Job sein, die Geburt eines Kindes oder die Veränderung der Lebens- und Ernährungsweise oder eben auch der Abschied von dem Partner, den man nicht mehr liebt – auch wenn es zunächst einmal Unsicherheit bedeutet.

Sicherheit gibt es im Leben nur im Tausch gegen Stillstand und Langeweile. Alles verändert sich, alles vergeht. Das Gute wie das Schlechte. Somit wird das Leben zu einer spannenden Berg- und Talfahrt … mit oder ohne Fahrrad.

  1. „Sicherheit“ als Werkzeug oder Mittel, einen guten Job als Fahrer, Lehrer, Musiker, Mutter oder Vater oder als was auch sonst zu machen, das gibt mir Zuversicht und einen guten Ruhepuls. Wohingegen Sicherheit als Selbstzweck zu betrachten, um sich dann zu wundern, dass man neben seinem auch auf Sicherheit bedachten Partner im Reiheneckhaus nicht glücklich ist, darauf kann ich verzichten.
    So sehe ich das mit dem „Abdriften“ in die Zukunft: Ich denke mich als zukünftigen Checker -egal ob als Anwältin/Anwalt oder gar Rockmusiker- und übe deswegen j e t z t diesen verdammten Gesetzestext oder Gitarreakkord, eben d a m i t zukünftig Menschen am offenen Kaminfeuer meinen Akkorden zuhören oder ich zukünftig kleine Leute mit einem flammenden Plädoyer vor Gericht verteidigen kann. Hier wird die Zukunft zum Werkzeug, um zu etwas zu gelangen. Zukunft träumen, um aus dem Alltag zu flüchten, wäre wiederum Selbstzweck.
    Ich kann das auch in einem einzigen Satz ;-):
    Sicherheit, Vergangenheit, Zukunft, und Veränderung, ich liebe euch als Werkzeug, nicht um euer selbst willen!

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