Das Leben ist ein Lückentext

Manchmal dümpeln wir so von Tag zu Tag, die Jahre vergehn. Wir merken, dass etwas fehlt. Wenn wir das Leben näher betrachten, sehen wir einen Lückentext, in den wir die falschen Lösungen eingesetzt haben. Aber woran merken wir, dass etwas falsch ist? Antwort: Es fühlt sich nicht richtig an, so wie wir aus einer Prüfung kommen und wissen, ob sie gut gelaufen ist oder eben nicht.

Die Lösung muss stimmig sein. Aber das können wir nur durch Erfahrung herausfinden. Wir müssen Fehler machen, um unsere Grenzen zu kennen. Wir müssen in der Schule Lernerfahrungen machen dürfen, um uns zu entwickeln. Lernen sollte Try and Error sein, denn nur dann freuen wir uns über die richtige Lösung und verinnerlichen sie.

Leider ist unser Schulsystem sehr defizitorientiert und lässt kaum Raum und Zeit für solche Entwicklungen. Aber Lehrer(innen) dürfen ihren Unterrichtsraum und ihre pädagogische Freiheit nutzen, damit sich Kinder und Jugendliche entwickeln. Ich denke, das sollten viel mehr Lehrer(innen) tun. Das bedarf etwas Mut und Eigensinn, aber genau diese Eigenschaften vermenschlichen ein recht starres System. Und schon Kant sagte: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Und ich postuliere in Ergänzung:

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes und deiner Intuition – deines Gefühls – zu bedienen, damit Lernen gelingt!

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