Was Lehrer von Event-Managern lernen können

In den letzten Tagen traf ich mich mit zwei Freundinnen, die zufälligerweise beide Event-Managerinnen sind. Was beide verbindet, ist ihr Credo: einen erinnerungswürdigen Moment schaffen.

Auch im Privaten ist es so, dass sich meine Freundinnen ungern einfach nur so zuhause auf einen Kaffee treffen möchten. Es muss stets zelebriert werden: aus einem Besuch wird ein DVD-Abend, aus einem Treffen ein Besuch in einem Café oder Restaurant im angesagten Szene-Bezirk. Irgendwie stieß mir dieses Credo immer gewaltig auf, weil es mich unter Stress setzte. Mir reicht auch ein Kaffee in der Küche, weil ein Gespräch auch ein Event für mich ist. Und so stießen wir Mädels oft aneinander bei dieser Thematik.

Nun ja, das sind halt Event-Manager, dachte ich mir. Typisch eben. Der Beruf ist in Berufung umgeschlagen. Aber erst heute habe ich im Gespräch mit Y. verstanden, was dahinter steckt: bewusst und gezielt im Leben positive Erfahrungen sowie neue Erlebnisse zu schaffen, die man ja als Erwachsener im Alltag nicht mehr so häufig hat – und damit auch mehr Lebensfreude herbeizuführen. Immerhin erinnern wir uns – wie so oft schon von mir beschrieben – vor allem an emotionale Momente und je mehr wir von den Schönen haben, umso größer ist die Lebensfreude.

Aber was hat das Geschwätz nun wieder mit Lernen zu tun, fragt sich der eine oder andere. Ganz einfach: Wenn Lehrer(innen) Unterricht für Schüler(innen) zu einem erinnerungswürdigen Ereignis machen würden, dann wäre die Verknüpfung mit dem Gelernten da und das Lernen (zunächst einmal die Erinnerung daran) setzt ein. Und da Kinder und Jugendliche gerne Erfahrungen machen möchten bzw. das Leben erleben wollen, sind sie für neue Erlebnisse offener als Erwachsene. Das klingt abstrakt nach erlebnisorientiertem Unterricht (gemeint ist hier nicht ein ständiges Methodenfeuerwerk), produktiven Unterrichtsmethoden, schüleraktivierendem Unterricht sowie schülernahen Lebensthemen. Wie die Umsetzung aussieht, muss wohl jede/r für sein Fach gestalten. Aber die Richtung bleibt dieselbe.

Und so gilt wieder einmal:

Was fürs Leben gut ist, hilft auch beim Lernen – Spaß an der Freude!

 

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